Geschichte der Urania

In den Jahren 1828 und 1829 hält der Gelehrte Alexander von Humboldt in Berlin seine berühmten "Kosmos-Vorlesungen".
Mit diesen will er wissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen jedermann zugänglich machen. Damit ist eine Idee geboren, die am 03. März 1888 zur Institution werden sollte.
An diesem Tag wird in Berlin die „URANIA AG" gegründet, wobei einer der Hauptaktionäre dieser Bildungsvereinigung Werner von Siemens ist.
Zu den weiteren Gründern zählt auch der Astronom Wilhelm Foerster (langjähriger Direktor der Berliner Sternwarte). Die URANIA erlebt in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit dem Bestreben,
wissenschaftliche Erkenntnisse mit populärwissen-schaftlichen Mitteln zu verbreiten, ihre größte Blüte. In zahlreichen Zentren Europas, so in Wien, Zürich, Prag, Budapest, Straßburg, werden Uraniavereine gegründet.
Berühmte Wissenschaftler, darunter Nobelpreisträger, Erfinder, Ärzte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, traten im Rahmen der URANIA auf, so unter anderem: Max von Laue, Albert Einstein,
Hermann Helmholtz, Rudolf Virchow, Berta von Suttner oder Thomas Mann. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges erlahmt jedoch die Arbeit der URANIA. 1953 erfolgt zunächst in Westberlin eine Neugründung, später auch in der DDR. Nach der gesellschaftlichen Umwandlung 1989 läßt sich die URANIA im Juni 1990 als URANIA - Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse e.V. in Berlin registrieren. Im gleichen Jahr wird die Gemeinnützigkeit zuerkannt.

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